"Es ist ein Zauber, dass das Theodorus in dieser Traurigkeit so viel Fröhlichkeit findet."


Sie ist die neue Botschafterin unseres Kinderhospizes:

RTL-Moderatorin Mareile Höppner.


Die Biographie unserer Botschafterin:

 

Mareile Höppner wurde 1977 in Hamburg geboren, sie hat einen Sohn und lebt seit vielen Jahren in Berlin. Als Journalistin und Moderatorin steht sie derzeit für RTL (z.B. “Extra” und “stern tv”) vor der Kamera, hat aber auch schon für Sat.1 und die ARD gearbeitet, wo sie vor allem durch die Sendung “Brisant” bekannt wurde.

 

 “Für Sichtbarkeit sorgen, das kann ich ganz gut” 



Hier erzählt sie, was sie im Theo besonders berührt und wen sie für uns “am Schlafittchen packen” will.

 

Mareile, was hat Dich dazu bewegt, Ja zu unserer Bitte zu sagen und unsere Botschafterin zu werden?

Ich war beim Fernsehdreh für den RTL-Spendenmarathon zum ersten Mal im Theodorus. Aber das Thema liegt mir schon immer nah: Ich habe privat schon oft in einem Kinderhospiz in Berlin für Kinder vorgelesen. Und weil mein Vater meine Mutter pflegt, habe ich auch in der Familie gerade viel mit Pflege zu tun. Als ich dann ins Theodorus kam, war ich von der Besonderheit dieses Ortes und der Menschen sofort angetan. Die Chance, in meiner Heimatstadt so eine wunderbare Organisation zu unterstützen, lasse ich mir nicht entgehen.

 

Was ist Dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vor allem ein friedlicher Moment, als wir im Bällebad gesessen haben und gelesen haben. Ich hatte ein Mädchen bei mir, das am Anfang ganz angespannt war, der ganze Körper verkrampft. Dann kam in der Vorlesegeschichte ein lustiger Teil und plötzlich hat sie so losgelassen. Ihr Körper wurde ganz weich. Da entstand so eine tiefe Innigkeit.

 

Was hat das bei Dir ausgelöst?

Ich habe total konzentriert meinen Film fertig gemacht, war danach aber in Tränen. Ich spürte eine tiefe Dankbarkeit dafür, was die Eltern, die Pflegekräfte, die Ehrenamtlichen für die Kinder leisten. Für mich ist es ein Zauber, dass das Theodorus in dieser Traurigkeit so viel Fröhlichkeit findet und so viel Aufbruch.

 

Wie sieht Dein Engagement als Botschafterin ganz konkret aus?

Das Thema der Pflege schwerkranker Kinder ist so überwältigend groß, es findet aber unglaublich leise statt in den Familien und an Orten wie dem Theodorus. In der Öffentlichkeit kommt es überhaupt nicht vor. Ich sehe es als meine Aufgabe an, diese Botschaft nach außen zu tragen: Was ist das hier für ein Ort, warum ist der so wichtig und warum braucht der Unterstützung? Für Sichtbarkeit sorgen, das kann ich ganz gut. Wir überlegen jetzt, welche Aktionen wir konkret planen können, wo wir Hamburg am Schlafittchen packen und eine Bühne bekommen, auf der ich sprechen kann.

 

Hat sich seit Deinem ersten Besuch im Theo etwas verändert für Dich?

Ja, ich glaube, dass das Theo meinen Blick auf das Leben verändert. Ich sehe jetzt jeden defekten Aufzug und jede Schwelle in der U-Bahn, über die kein Rollstuhl kommt. Diese Barrieren müssen abgebaut werden und auch die Barrieren in uns. Wenn ich jetzt  Eltern mit Kindern im Rollstuhl sehe, lächle ich und spreche sie an, ob sie eine helfende Hand brauchen. Ich traue mich jetzt mehr – und ich hoffe, dass ich andere dazu motivieren kann, sich auch zu trauen.